Psychotherapeutische Praxis Dipl.-Psych. Heike Stein
Psychotherapeutische PraxisDipl.-Psych. Heike Stein

Timing is everything

In diesen ersten Beziehungswelten haben lebenswichtige Selbstgefühle ihre Wurzeln: Begegnen die Mutter, der Vater und ihre Stellvertreter ihren Kindern ausreichend einfühlsam und im richtigen Moment, sind sie gut genuggood enough1) in ihren Antworten, dann können sich Kinder sicher und geborgen, willkommen und liebenswert fühlen. Sie werden Vertrauen darauf entwickeln, gehört, beachtet und verstanden zu werden, Urvertrauen. 

Diese Wurzeln werden in den nächsten Lebensjahren weiter wachsen. Sie entscheiden zu-

sammen mit neuen Beziehungs-

erfahrungen darüber, wie Kinder, große und kleine, Jugendliche und Erwachsene, in die Welt gehen: Nehmen sie ihre Aufgaben mit Initiative und Selbstvertrauen auf oder zögern sie ängstlich.

Sind sie neugierig und zuver-sichtlich bei der Kontaktaufnahme, weil sie ein spannendes und interessantes Spiel mit den anderen erwarten oder warten sie ängstlich, bis die anderen die Initiative ergreifen. Vertrauen Sie darauf, dass sie willkommen sind oder befürchten sie gar einen Angriff. Von diesen Erwartungen hängt es auch ab, wie sich der Kontakt gestalten wird. Wer positiv gestimmt ist und zunächst vertraut, wird andere Erfahrungen machen, als derjenige der einem vermuteten Angriff mit vorauseilender Aggression, in Worten oder Handlungen begegnet.

Die Entwicklung dieser Selbstgefühle ist in frühen Jahren besonders verletztlich:

 

Je jünger das Kind, desto empfindlicher ist es, wenn seine Rufe unerhört bleiben, ersehnte Nähe und Wärme fehlen, beruhigendes Aufnehmen und Halten ausbleiben. Aber auch das Temperament, die angeborene Sensibilität und körperliche Konstitution tragen dazu bei, wie Säuglinge die Momente ertragen, wenn die Einfühlung misslingt.

 

Timing is everything: Vor allem in den ersten Stunden, Tagen, Wochen, Monaten nach der Geburt.2

Ist die Zeitspanne jedoch zu groß, werden sie von unerträglichen Gefühlen überwältigt: von Verlassenheit, Verzweiflung, Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit, die sich in lautem Schreien, Weinen oder hilflosem Wimmern ausdrücken. Dies kann in katastrophalen Fällen zu Apathie, Nahrunsverweigerung bis hin zum Tod führen. Sie haben aufgegeben.

 

In weniger gravierenden Fällen werden bereits Säuglinge versuchen, sich anzupassen. Sie werden still, hören auf zu weinen und zu schreien, wenn sie spüren, dass sie mit ihren Äußerungen nicht willkommen sind. Und suchen nach anderen Möglichkeiten, die anderen doch noch zu erreichen, lächeln, obwohl sie traurig sind.

Wie gut Mütter und andere diese Aufgabe erfüllen können, hängt von Ihrem Einfühlungs-

vermögen ab. Aber auch von ihren Lebensum-

ständen, wie sie von anderen dabei unterstützt werden und von welchen kulturell bedingten, tradierten Überzeugungen sie geprägt sind.

Hier haben die Studien von Donald W. Winnicott, John Bowlby und die Filme von James Robertson über die katastrophalen Folgen von Trennungserlebnissen im frühen Kindesalter Pionierarbeit geleistet. "Rooming in" , das Beisammensein von Mutter und Kind auf Geburtsstationen sowie Krankenzimmer für Kinder und ihre Eltern auf den Kinderstationen verdanken sich auch ihren Forschungsarbeiten.

 

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